Nutze Ulysses jetzt seit einigen Wochen. Ein großer Vorteil ist der Überblick über alle Texte und der schnelle Zugang zu einzelnen Texten, ohne dass man Ordner suchen, öffnen und schließen muss. Auch dass die Blätter über iCloud automatisch auf allen Geräten synchronisiert werden, finde ich toll. Das ähnelt der Notiz-Funktion für Mac, iPad & Co., die ich ebenfalls sehr praktisch finde.
Was ich weniger praktisch finde, sind die Markups. Da merkt man, dass hier ein Entwickler und kein Schreiber Ulysses entworfen hat. Für einen Menschen, der sich einfach nicht für Codes und dergleichen interessiert (also die meisten, denke ich), ist das einfach kompliziert und umständlich und lenkt dann doch sehr vom Schreibfluss ab. Da sind die klassischen Formatierungsoptionen in Word & Co. einfach gelernt und praktischer. Denn wenn man schreibt, will man nun mal hin und wieder auch mal drei Sternchen hintereinander setzen, ohne dass dann gleich was ganz anderes daraus wird. Oder eine eckige Klammer setzen, ohne dass man vorher noch ein "\" eingeben muss. Oder einen Zeilenumbruch im exportieren Dokument auch als einfachen Zeilenumbruch angezeigt haben, und nicht als Leerzeile. Da gibt es noch etliche andere Beispiele.
Ich muss mir noch überlegen, ob mir die erwähnten Vorteile eine Verlängerung meines Abos wert sind. Also, vom Ansatz her super, aber dann doch wieder deutscher Ingenieurs-Tüftelgeist, der Dinge komplizierter macht, als sie eigentlich sein müssten.