Inhaltlich sind viele Suren als unzusammenhängend zu betrachten – die Sure An-Nisa (die Frauen) beispielsweise enthält zwar einen wichtigen Teil der Koranstellen mit Bezug auf Frauen, spricht aber ansonsten auch über das Erbrecht sowie über generelle Glaubensinhalte.
Im Gegensatz zu dem Alten Testament und dem Neuen Testament der Bibel, welche größtenteils aus chronologischen Geschichtsbüchern bestehen, gibt es eine solche Ordnung weder innerhalb der Suren noch in ihrer Anordnung, obwohl die chronologische Folge der Suren bekannt ist.
Auch viele andere Suren weichen von der Anordnung nach der Länge ab, welches von den Muslimen als Zeichen dafür gesehen wird, dass die Anordnung nicht willkürlich geschah.
Die Anordnung der Suren folgt keinem inhaltlichen Muster; vielmehr sind die Suren, mit Ausnahme der ersten Sure Al-Fatiha, grob der Länge nach geordnet (beginnend mit der längsten).
Während man in der nicht-islamischen Welt bei Koranzitaten üblicherweise die Suren mit ihrer Nummer nennt, wird in Veröffentlichungen von muslimischer Seite bei Koranzitaten meist auf deren arabischen Namen verwiesen.